Gewaltsame Proteste in einer Textilfabrik in Burma – Warum fairtrade Kleidung so wichtig ist

Immer wieder stellt man sich die Frage, wie es sein kann, dass günstige Kleidung an jeder Ecke zu haben ist. Leichte Sommeroberteile bekommt man oftmals schon im Zehnerpack für 9,99 Euro hinterher geworfen. Viel zu leichtsinnig geht man oft in großen Läden shoppen und fragt sich gar nicht wo all die Kleidung herkommen. Wer hat mein T-Shirt hergestellt, das ich gerade trage? Wo habe ich die Jeans gekauft, die vielleicht schon Risse in der Naht aufweist? Qualität der Mode steht in unserer heutigen Gesellschaft nicht unbedingt an oberster Stelle. Wir sollten uns bewusst darüber werden, was hinter dem steht, was wir auf unserer Haut tragen.

Auch ich habe mich ein wenig mehr mit dem Thema Kleidung, fairtrade Mode, gerechte Arbeitsbedingungen und was damit alles zusammenhängt beschäftigt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass es nicht immer die günstige Ware aus dem Discounter sein muss. Mein Beweggrund:

Gewaltsame Proteste gegen Arbeitsbedingungen in Burma!

Wie kann es sein, dass der Mindestlohn in Burma (Indien) bei 2,50 die Stunde liegt, die Arbeitsbedingungen oftmals so schlecht sind, dass ein menschenwürdiges Arbeiten nicht möglich ist und die Arbeiter in eine derartige Abhängigkeit kommen, dass sie aus dem Teufelskreis nicht rauskommen? Zehn-Stunden Tage sind keine Seltenheit und nur der Aufschlag von 100% Lohn bei Überstunden garantiert den eigentlichen gesetzlichen Mindestlohn von umgerechnet 3,85 Euro pro Tag. Ich glaube in Deutschland würde niemand für diesen Lohn auch nur eine Stunde pro Tag arbeiten. Und das nur, dass wir leicht und locker shoppen gehen können? Ohne auf ein paar cent mehr zu achten?

So ist doch jedem verständlich, dass die Arbeiter der Textilindustrie seit Anfang Februar 2017 auf die Barrikaden gehen und gerechten Lohn für ihre Arbeit fordern. Der südostasiatische Staat Myanmar hat sich einen Ruf in der Herstellung von Kleidung gemacht und es gibt über 400 Fabriken mit mehr als 400.000 Arbeitern. Um die Haupstadt Rangun ist der Konflikt jetzt eskaliert und Berichten zufolge kamen zu gewaltätigen Ausschreitungen. Ausbleibende Gehälter, unbegründete Entlassungen und schlechte Arbeitsbedingungen sind nur wenige Gründe, die das Handeln der Mitarbeiter rechtfertigen. Maschienen werden mutwillig zerstört – die Produktion steht still.

Setz ein Zeichen: Kauf fairtrade Kleidung und achte auf die Siegel

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig die Augen öffnen. Überleg dir heute, was für Kleidung du trägst und stell dir vor, welche Kleidung du morgen tragen könntest. Wenn jeder seinen Beitrag leisten, dann können wir in Europa ein Zeichen in Myanmar setzen und so aktiv dazu beitragen den Menschen dort ein besseres Leben zu ermöglichen. Entwicklungshilfe fängt klein ein und ist in vielen Bereichen möglich. Auch Mode bietet uns die Möglichkeit hier einen Beitrag zu leisten.

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Ein Gedanke zu „Gewaltsame Proteste in einer Textilfabrik in Burma – Warum fairtrade Kleidung so wichtig ist

  1. […] einer Textilfirma für bessere Arbeitsbedingungen streikten. Hier noch einmal der Link […]

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